Genre: Kriminalroman
Autor: Jettte Johnsberg
Verlag: Gmeiner
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 248
Kosten: 10,99€
Witwenschwarz
Frau Meiers Leben bewegt sich farblich im Spektrum zwischen sahara-beige und schlammfarben. Sie ist in den Sechzigern, verbittert, ein wenig böse und kugelrund. Das macht das Leben weder für sie noch für die anderen locker, luftig und leicht. Ihr Dasein wird jedoch bunt und schillernd, als einige unerwartete und mehr oder weniger bedauerliche Todesfälle in ihrem Umfeld geschehen.
Doch obwohl nicht alles Mord ist, was den einen oder anderen umbringt, erwacht Frau Meier mit jeder Leiche zu neuem Leben.
Frau Meier lebt alleine, ihre Tochter schon längst groß, ihr Mann vor einiger Zeit verstorben. Das hat sie hart werden lassen. Sie kennt kaum jemanden, geht nicht aus dem Haus, außer sie muss mal wieder zum Arzt, und bleibt lieber jeden Abend auf der Couch, um ihre Serien zu gucken. Als dann ihre Schwester für einige Zeit bei ihr bleiben möchte, weil sie ihr Geschäft ankurbeln will, kommen so einige Dinge ins Rollen, die Frau Meiers Leben komplett umkrempeln.
Ich habe noch nie so eine alte Schreckschraube wie Frau Meier erlebt! Sie ist ja teilweise wirklich, wie man sich alte verbitterte Menschen vorstellt bzw. wie man ihnen heutzutage auch manchmal begegnet. Zugegeben, sie ging mir richtig auf den Sack. Ich hab sie zu Anfang gehasst. Alles dreht sich nach ihrer Nase, ihr geht es ja ach so schlecht und niemanden kann es schlimmer getroffen haben als sie, sie meckert gefühlt ständig mit ihrer Tochter und reagiert bei manchen Dingen total über, wo es nicht mal angemessen ist. Da taten mir wirklich alle leid, die mit ihr auch nur ansatzweise Kontakt hatten. Und urplötzlich verändert sich alles, nachdem ihr Nachbar unter für sie seltsamen Umständen gestorben ist. Sie verändert sich komplett. Und da wurde sie für mich erst erträglich. Sie hat aufgehört, über alles und jeden zu meckern.
Ihre Schwester ist da genau das Gegenteil. Nicht so prüde, aufgeweckter, positiver eingestellt auf das Leben. Da sieht man mal, wie verrückt sowohl die Genetik, als auch das Leben spielt, weil sich beides letztendlich auf einen auswirkt. Habe ich wirklich bei Frau Meier gemerkt.
Die Figuren sind zum Leben erwacht. Man könnte sie alle einfach aus dem Alltag rausnehmen, wahrscheinlich sogar noch in der eigenen Nachbarschaft. Das hat das Lesen um einiges einfacher und schöner gestaltet. Und auch einige kleine ältere Ausdrücke haben es versüßt, passend zum etwas fortgeschrittenen Alter von Frau Meier.
Durch Frau Meiers Haltung und weil ihr Vorname nie genannt wurde, fehlte mir dann in gewissermaßen die Beziehung zu ihr. Das ist bestimmt gewollt so, finde ich auch sehr passend zum ganzen Geschehen und einfach allem, aber auch ein bisschen schade, weil sie die Protagonistin ist. Aber wie gesagt, es war äußerst passend.
Was ich ein bisschen störend fand, war, dass immer wieder neue Abschnitte gemacht wurden und keine Absätze. Manchmal hat es gepasst, oft fand ich es super unnötig, weil ein einfacher Absatz gereicht hätte, um kenntlich zu machen, dass zum Beispiel nur jemand anderes spricht oder jetzt jemand etwas macht. Ich habe mich zwar mit der Zeit dran gewöhnt, blöd fand ich es trotzdem.
Was auch zeitweise etwas komisch war, dass es so viele Kapitel auf so kurzem Raum gab. Teilweise angebracht, teilweise aber auch irgendwie unnötig. Wobei die Kapitelüberschriften sehr vielsagend waren, was mir widerum gut gefallen hat.
Außerdem fand ich es ziemlich lustig. Ich habe mich, leider, muss man eigentlich sagen, über die Todesfälle amüsiert, weil sie sehr unterhaltsam geschildert und kommentiert wurden. Schwarzer Humor ist einfach toll. *lach*
Was mich aber auch noch gestört hat, dass der Leser direkt angesprochen wurde. Das nahm mir dann den Film aus meinem Kopf, dass ich wirklich dabei wäre, schickte mich sofort auf meinen Leseplatz und gab mir das schmerzliche Bewusstsein, dass ich "nur" ein Leser bin und nicht Teil der Geschichte, auch wenn ich nur daneben Platz genommen habe.
Das Ende. Man! Darüber muss ich mich jetzt mal auslassen. Eigentlich ist es total schön, wirklich, wäre da nicht die eine Kleinigkeit, die mich jetzt noch total beschäftigt. Das geht mir nicht mehr aus dem Kopf und es ist, für mich zumindest, so bedeutend, was da verheimlicht wird, dass ich wirklich die ganze Zeit darüber nachdenke. Ich habe hier mit offenem Mund gesessen und konnte nicht fassen, dass es jetzt so vorbei sein soll. Dabei will ich die Sache doch unbedingt wissen. *schmoll* Und ich glaube, ich werde nicht die einzige sein, die sich darüber den Kopf zerbrechen wird.
Noch eine Sache: Manchmal lief mir der Sabber aus dem Mund. Da werden teilweise so leckere Gerichte genannt, da habe ich sofort Hunger bekommen.
Mein Tipp: Ich sehe gerne über die Kleinigkeiten hinweg, die mich gestört haben, weil ich summa summarum das Buch echt toll finde (außer die Sache mit dem direkten Ansprechen, das war doch meines Erachtens sehr blöd). Das Cover ist wirklich passend gewählt und bringt mich im Nachhinein doch zum Schmunzeln, die Figuren sind so lebensnah wie nur möglich, direkt aus der Nachbarschaft gegriffen und bleiben definitiv in Erinnerung. Das Ende kam doch unerwartet, aber fließend, mit bleibendem Eindruck. Durch den guten Lesefluss ist es umso einfacher einzusteigen. Sehr lohnend.
(Bilderquelle: Gmeiner)
Sonntag, 13. März 2016
Freitag, 12. Februar 2016
Ach du Schande, 2016!!
Lang lang ist's her, da postete ich hier mal. Ich schäme mich regelrecht, dass ich das so schleifen lassen habe. Ich habe in der Zwischenzeit gelesen, ja. Aber ich kam irgendwie nicht dazu, dass ich dazu auch was schreiben konnte. Ich war heftig abgelenkt. Zum Einen war da ein Game, was mich nicht mehr losgelassen hat und ich wirklich fast jeden Abend vor gesessen habe. Zum Anderen war da noch die Uni, für die ich schließlich auch was machen muss. Und noch ein paar andere Dinge. *seufz*
Ich hoffe, ihr hattet aber (sehr verspätet von mir) schöne Weihnachtstage, einen guten Rutsch und auch hoffentlich verhältnismäßig ruhige Karnevalstage. Und die bestimmt nicht vorhandenen, angfressenen Pfunde schmelzen auch noch. Irgendwie. Oder auch nicht. Was ich ja nicht hoffe.
Zur Beruhigung: Ich lese gerade auch weiter und mache mir fleißig Gedanken darüber, was ich schreiben kann. Ich bin also guter Dinge, dass ich demnächst wieder regelmäßiger poste. Wenn ihr natülich irgendwelches Unizeug lesen wollt von Platon und so, darüber kann ich auch schreiben. Aber ich glaube, das interessiert euch im Gegensatz zu anderen Büchern nicht wirkich. ;)
OH. Und vergesst den Valentinstag am Sonntag nicht, den einfach niemand braucht! Schließlich kann man an jedem anderen Popelstag im Jahr, davon gibt es ja genug, seinen Lieben auch Geschenke machen und mit denen Zeit verbringen. Da braucht man keinen ganz bestimmten Tag dafür. ;)
Ich hoffe, ihr hattet aber (sehr verspätet von mir) schöne Weihnachtstage, einen guten Rutsch und auch hoffentlich verhältnismäßig ruhige Karnevalstage. Und die bestimmt nicht vorhandenen, angfressenen Pfunde schmelzen auch noch. Irgendwie. Oder auch nicht. Was ich ja nicht hoffe.
Zur Beruhigung: Ich lese gerade auch weiter und mache mir fleißig Gedanken darüber, was ich schreiben kann. Ich bin also guter Dinge, dass ich demnächst wieder regelmäßiger poste. Wenn ihr natülich irgendwelches Unizeug lesen wollt von Platon und so, darüber kann ich auch schreiben. Aber ich glaube, das interessiert euch im Gegensatz zu anderen Büchern nicht wirkich. ;)
OH. Und vergesst den Valentinstag am Sonntag nicht, den einfach niemand braucht! Schließlich kann man an jedem anderen Popelstag im Jahr, davon gibt es ja genug, seinen Lieben auch Geschenke machen und mit denen Zeit verbringen. Da braucht man keinen ganz bestimmten Tag dafür. ;)
Montag, 31. August 2015
Buchrezension "Der Augensammler"
Genre: Psychothriller
Autor: Sebastian Fitzek
Verlag: Knaur
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 439
Kosten: 9,99€
Er spielt das älteste Spiel der Welt: Verstecken.
Er spielt es mit deinen Kindern.
Er gibt dir 45 Stunden, sie zu finden.
Doch deine Suche wird ewig dauern.
Alexander Zorbach hat seinen Beruf gewechselt von Polizist zum Journalist. Trotzdem ist er immer noch dabei, wenn etwas bei der Polizei passiert. Momentan treibt der Augensammler sein Unwesen, so nennen ihn die Medien. Und durch mysteriöse Umstände lernt Alex Alina Gregoriev kennen. Und ehe er sich versieht, ist er mittem im Spiel des Augensammlers, ohne zu ahnen, was auf ihn zukommt.
Ich bin wirklich begeistert. Einfach nur der hammer.
Es ist etwas erfrischend anderes, dass der Roman mit dem Epilog anfängt und mit der eigentlich letzten Seite anfängt. Das ist auch wirklich gut begründet. So ganz habe ich das auch erst zum Schluss verstanden. Aber es war eine sehr gute Idee.
Das Buch wird nicht nur aus der Perspektive des Protagonisten Alexander Zorbach geschrieben, sondern wechselt zwischendurch zu verschiedenen Figuren. Nicht nur das finde ich gut, weil einen das noch mehr zum grübeln bringt, je mehr Sichten man hatte, desto weniger wusste ich, was ich glauben soll und was nicht.
Jedes Kapitel endet vor allem mit Nervenkitzel. Oft reicht schon der letzte Satz des Kapitels und die Neugier ist total geweckt. Ich musste wissen, wie es weiter geht. Die Strategie ist gut geglückt. ;)
Der Fall wühlte mich selbst total auf. Ich hatte keine Ahnung, wem ich was glauben soll. Ich habe an jedem gezweifelt, weil es wirklich jeder hätte sein können. Der Kinder entführt und ein grausames Spiel spielt. Denn bei so einem Fall kann man niemandem trauen. Selbst dir selbst nicht. Und dass da jeder in Gedanken schon als verdächtig gilt, bleibt da kaum aus.
Dabei kam ich gar nicht dahinter, warum der Augensammler sein Spiel spielt. Umso krasser wurde es dann für mich, als ich die Wahrheit erfahren habe. Ich konnte kaum fassen, was bei einem Menschen alles falsch laufen kann bzw. wie seine Vergangenheit ihn so beeinflusst, um zu einem "Monster" zu werden, was anderen Menschen so eine Grausamkeit antut.
Ich fand nur etwas komisch, dass ein Kind von neun Jahren schon so oft "Scheiße" sagt und denkt. Also okay, es gibt Kinder, die lernen in dem Alter noch krassere Worte. Aber ich habe halt irgendwie eine andere Vorstellung davon, was so im Wortschatz von Kindern vorhanden ist. Das hat irgendwie mehr den Eindruck gemacht, dass das Kind nicht neun, sondern schon ein einige Jahre älter ist.
Ich kann nicht viel dazu schreiben, außer dass ich es einfach super finde. Alles daran ist toll. Die Figuren sind einmalig. Man kann sich sehr gut in Alexander hinein versetzen und aus der Sicht von Alina ist es wirklich so, als würde man alles nur schwarz sehen und die Gegend nicht kennen. Man fühlt sich so, als ob man selbst an der Geschichte beteiligt wäre und man die Figuren auch persönlich kennen würde.
Mein Tipp: BITTE LESEN! Sebastian Fitzek hat einen richig tollen Pageturner geschaffen, bei dem Spannung garantiert ist, die Figuren wunderbar konstruiert wurden und einen die Story einfach packt.
(Bildquelle: Knaur)
Autor: Sebastian Fitzek
Verlag: Knaur
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 439
Kosten: 9,99€
Er spielt das älteste Spiel der Welt: Verstecken.
Er spielt es mit deinen Kindern.
Er gibt dir 45 Stunden, sie zu finden.
Doch deine Suche wird ewig dauern.
Alexander Zorbach hat seinen Beruf gewechselt von Polizist zum Journalist. Trotzdem ist er immer noch dabei, wenn etwas bei der Polizei passiert. Momentan treibt der Augensammler sein Unwesen, so nennen ihn die Medien. Und durch mysteriöse Umstände lernt Alex Alina Gregoriev kennen. Und ehe er sich versieht, ist er mittem im Spiel des Augensammlers, ohne zu ahnen, was auf ihn zukommt.
Ich bin wirklich begeistert. Einfach nur der hammer.Es ist etwas erfrischend anderes, dass der Roman mit dem Epilog anfängt und mit der eigentlich letzten Seite anfängt. Das ist auch wirklich gut begründet. So ganz habe ich das auch erst zum Schluss verstanden. Aber es war eine sehr gute Idee.
Das Buch wird nicht nur aus der Perspektive des Protagonisten Alexander Zorbach geschrieben, sondern wechselt zwischendurch zu verschiedenen Figuren. Nicht nur das finde ich gut, weil einen das noch mehr zum grübeln bringt, je mehr Sichten man hatte, desto weniger wusste ich, was ich glauben soll und was nicht.
Jedes Kapitel endet vor allem mit Nervenkitzel. Oft reicht schon der letzte Satz des Kapitels und die Neugier ist total geweckt. Ich musste wissen, wie es weiter geht. Die Strategie ist gut geglückt. ;)
Der Fall wühlte mich selbst total auf. Ich hatte keine Ahnung, wem ich was glauben soll. Ich habe an jedem gezweifelt, weil es wirklich jeder hätte sein können. Der Kinder entführt und ein grausames Spiel spielt. Denn bei so einem Fall kann man niemandem trauen. Selbst dir selbst nicht. Und dass da jeder in Gedanken schon als verdächtig gilt, bleibt da kaum aus.
Dabei kam ich gar nicht dahinter, warum der Augensammler sein Spiel spielt. Umso krasser wurde es dann für mich, als ich die Wahrheit erfahren habe. Ich konnte kaum fassen, was bei einem Menschen alles falsch laufen kann bzw. wie seine Vergangenheit ihn so beeinflusst, um zu einem "Monster" zu werden, was anderen Menschen so eine Grausamkeit antut.
Ich fand nur etwas komisch, dass ein Kind von neun Jahren schon so oft "Scheiße" sagt und denkt. Also okay, es gibt Kinder, die lernen in dem Alter noch krassere Worte. Aber ich habe halt irgendwie eine andere Vorstellung davon, was so im Wortschatz von Kindern vorhanden ist. Das hat irgendwie mehr den Eindruck gemacht, dass das Kind nicht neun, sondern schon ein einige Jahre älter ist.
Ich kann nicht viel dazu schreiben, außer dass ich es einfach super finde. Alles daran ist toll. Die Figuren sind einmalig. Man kann sich sehr gut in Alexander hinein versetzen und aus der Sicht von Alina ist es wirklich so, als würde man alles nur schwarz sehen und die Gegend nicht kennen. Man fühlt sich so, als ob man selbst an der Geschichte beteiligt wäre und man die Figuren auch persönlich kennen würde.
Mein Tipp: BITTE LESEN! Sebastian Fitzek hat einen richig tollen Pageturner geschaffen, bei dem Spannung garantiert ist, die Figuren wunderbar konstruiert wurden und einen die Story einfach packt.
(Bildquelle: Knaur)
Mittwoch, 26. August 2015
Buchrezension "Zerrspiegel"
Genre: Thriller
Autor: Katja Montejano
Verlag: SWB
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 231
Kosten: 12,00€
Ein brutaler Überfall stürzt das Leben der neunzehnjährigen Jazz in einen Abgrund voller Angst und Grauen. Gleichzeitig verschwinden ihre Mutter und Schwester - die Polizei steht vor einem schier unlösbaren Rätsel. Wurde die Familie Zielscheibe eines perversen Serienkillers oder steckt ein dunkles Geheimnis aus der Vergangenheit hinter dem schrecklichen Geschehen? Ein gefährliches Katz- und Mausspiel zwischen Jazz und dem wahnsinnigen Mörder beginnt. Sein Plan ist Rache! Ihr Plan ist, zu überleben!
Jazz hat sowieso schon ein schweres Leben. Sie ist ein Aspi, wie sie sich nennt, also eine am Asperger-Syndrom erkrankte Frau. Deshalb wird sie von anderen Menschen nicht verstanden und ausgegrenzt. Sie braucht unbedingt eine geregelte Tagesroutine, um sich wohl fühlen zu können. Aber der so geliebte Alltag wird plötzlich gestört: Danika, Jazz' Zwillingsschwester, kann ihre Mutter nicht erreichen. Zuerst macht sich Jazz kaum Sorgen, dann jedoch verschwindet auch ihre Schwester und sie selbst wird angegriffen. Der Entführer spielt mit ihr ein Spiel. Und in seinem Plan ist nicht vorgesehen, dass jemand überlebt...
Wunderbar. Einfach wunderbar. :D
Also hauptsächlich wird der Thriller aus der Sicht von Jazz erzählt, aber sehr gut ist, dass auch zwischendurch die Sicht des Psychopathen auftaucht. Es ist etwas schwer, sich in Jazz einzufühlen, weil sie halt etwas "anders" ist. Sie lässt ja keine Emotionen zu. Trotzdem ist es manchmal verständlich, wie sie auf bestimmte Dinge reagiert und alles ist dennoch anschaulich beschrieben, erklärt und so. Dennoch ist sie sympathisch. Sie erinnert auch an Sheldon Cooper von "The Big Bang Theory", nur nicht ganz so anstrengend. :D
Durch die Sicht des Psychopathen bekommt man ab und zu Hinweise, warum er so ist wie er eben ist. Ich muss gestehen, dass er schon ein sehr krass krankes Genie ist. Um ihn baut sich auch irgendwie ein großes Mysterium auf, wer er jetzt wirklich ist und warum er letztendlich sowas macht. Zum Schluss hin platzt die große Bombe. Ich war super geschockt. Dieses große Geheimnis mit dazugehöriger Neugier ist der Autorin wirklich gut gelungen.
Katja Montejano hat es wirklich geschafft, Spannung zu schaffen. Jedes Kapitel endet so, dass man wirklich weiterlesen will. Entweder ging es um das Verschwinden, den Psycho oder weil man wissen wollte, ob und wie Jazz das ganze übersteht. Denn aus der Sicht eines "Aspis" ist es doch nochmal etwas ganz anderes. Und daher hat es mich auch immer wieder gefreut, wenn es etwas gab, was sie von ihrem Syndrom "befreit" hat. Sie ließ Gefühle und physischen Kontakt zu. Was ich aber irgendwie komisch fand, war, dass sie darauf kaum reagiert hat. Ich meine, ich habe keine Ahnung, wie solche Leute mit der Tatsache umgehen, dass ihr Alltag gestört wurde und dass sich jetzt auf einmal alles verändert, aber sie hat lediglich darüber nachgedacht und kaum darauf reagiert.
Ein bisschen nervend fand ich, dass einige Wörter groß geschrieben wurden wie "Rote Zora" oder "Delete". Die hätten dann einfach kursiv geschrieben oder in Anführungszeichen gesetzt werden können.
Mein Tipp: Im Großen und Ganzen ist das Buch einfach super. Das Ende war super schockierend, rührend und grandios, ein toller Abschluss für die Story. Ich dachte vor allem immer wieder:"Oh Gott, wie krank!", habe aber genau deswegen weitergelesen um zu wissen, wie schlimm es noch werden kann. Einfach nur empfehlenswert!
(Bildquelle: Süd-West-Buch)
Autor: Katja Montejano
Verlag: SWB
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 231
Kosten: 12,00€
Ein brutaler Überfall stürzt das Leben der neunzehnjährigen Jazz in einen Abgrund voller Angst und Grauen. Gleichzeitig verschwinden ihre Mutter und Schwester - die Polizei steht vor einem schier unlösbaren Rätsel. Wurde die Familie Zielscheibe eines perversen Serienkillers oder steckt ein dunkles Geheimnis aus der Vergangenheit hinter dem schrecklichen Geschehen? Ein gefährliches Katz- und Mausspiel zwischen Jazz und dem wahnsinnigen Mörder beginnt. Sein Plan ist Rache! Ihr Plan ist, zu überleben!
Jazz hat sowieso schon ein schweres Leben. Sie ist ein Aspi, wie sie sich nennt, also eine am Asperger-Syndrom erkrankte Frau. Deshalb wird sie von anderen Menschen nicht verstanden und ausgegrenzt. Sie braucht unbedingt eine geregelte Tagesroutine, um sich wohl fühlen zu können. Aber der so geliebte Alltag wird plötzlich gestört: Danika, Jazz' Zwillingsschwester, kann ihre Mutter nicht erreichen. Zuerst macht sich Jazz kaum Sorgen, dann jedoch verschwindet auch ihre Schwester und sie selbst wird angegriffen. Der Entführer spielt mit ihr ein Spiel. Und in seinem Plan ist nicht vorgesehen, dass jemand überlebt...
Wunderbar. Einfach wunderbar. :D
Also hauptsächlich wird der Thriller aus der Sicht von Jazz erzählt, aber sehr gut ist, dass auch zwischendurch die Sicht des Psychopathen auftaucht. Es ist etwas schwer, sich in Jazz einzufühlen, weil sie halt etwas "anders" ist. Sie lässt ja keine Emotionen zu. Trotzdem ist es manchmal verständlich, wie sie auf bestimmte Dinge reagiert und alles ist dennoch anschaulich beschrieben, erklärt und so. Dennoch ist sie sympathisch. Sie erinnert auch an Sheldon Cooper von "The Big Bang Theory", nur nicht ganz so anstrengend. :D
Durch die Sicht des Psychopathen bekommt man ab und zu Hinweise, warum er so ist wie er eben ist. Ich muss gestehen, dass er schon ein sehr krass krankes Genie ist. Um ihn baut sich auch irgendwie ein großes Mysterium auf, wer er jetzt wirklich ist und warum er letztendlich sowas macht. Zum Schluss hin platzt die große Bombe. Ich war super geschockt. Dieses große Geheimnis mit dazugehöriger Neugier ist der Autorin wirklich gut gelungen.
Katja Montejano hat es wirklich geschafft, Spannung zu schaffen. Jedes Kapitel endet so, dass man wirklich weiterlesen will. Entweder ging es um das Verschwinden, den Psycho oder weil man wissen wollte, ob und wie Jazz das ganze übersteht. Denn aus der Sicht eines "Aspis" ist es doch nochmal etwas ganz anderes. Und daher hat es mich auch immer wieder gefreut, wenn es etwas gab, was sie von ihrem Syndrom "befreit" hat. Sie ließ Gefühle und physischen Kontakt zu. Was ich aber irgendwie komisch fand, war, dass sie darauf kaum reagiert hat. Ich meine, ich habe keine Ahnung, wie solche Leute mit der Tatsache umgehen, dass ihr Alltag gestört wurde und dass sich jetzt auf einmal alles verändert, aber sie hat lediglich darüber nachgedacht und kaum darauf reagiert.
Ein bisschen nervend fand ich, dass einige Wörter groß geschrieben wurden wie "Rote Zora" oder "Delete". Die hätten dann einfach kursiv geschrieben oder in Anführungszeichen gesetzt werden können.
Mein Tipp: Im Großen und Ganzen ist das Buch einfach super. Das Ende war super schockierend, rührend und grandios, ein toller Abschluss für die Story. Ich dachte vor allem immer wieder:"Oh Gott, wie krank!", habe aber genau deswegen weitergelesen um zu wissen, wie schlimm es noch werden kann. Einfach nur empfehlenswert!
(Bildquelle: Süd-West-Buch)
Donnerstag, 20. August 2015
"Borderlands"
Ich hab letztens mit einer Freundin dieses Spiel angefangen und omg!
Es ist einfach super. Ich kann schon fast nicht mehr damit aufhören.
Suchtpotential ist auf jeden Fall da. :D
Also man kann erst einmal zwischen vier Charakteren entscheiden, die man gerne spielen will: Roland als Soldat, Brick, der Berserker, Mordecai, der Sniper (mein Favorit), und Lilith, die Sirene. Jeder hat andere Fähigkeiten, die man im Spiel freischalten kann. Man landet in der fiktiven Stadt Arid Badlands, muss durch Quests das Vertrauen der Bewohner gewinnen, seinen eigenen Level erhöhen und eine Kammer suchen. Klingt alles nach einer kurzen Spieldauer, ist es aber nicht. Teilweise sind die Quests echt schwerer, als man glaubt und ein hin- und herlaufen ist garantiert. Aber das ist alles nicht so schlimm, schließlich macht es großen Spaß, neue Ecken zu finden, immer wieder Kisten zu finden, die man vorher gar nicht gesehen hat und die besten Waffen zu suchen. Das alles in der Ego-Perspektive.
Eines der wunderschönen Dinge des Spiels: Es wird nicht darauf geachtet, dass es so real wie möglich aussieht. Es hat einen Comic-Stil, der den Charakter des Spiels wirklich ausmacht, es interessanter gestaltet und liebenswerter macht. Und die vielen verschiedenen Quests machen Laune und es wird nicht langweilig, sie zu erledigen.
Jaja, ich muss zugeben, das hat mich teilweise vom lesen abgelenkt. Aber es hat sich einfach gelohnt! :D
Also man kann erst einmal zwischen vier Charakteren entscheiden, die man gerne spielen will: Roland als Soldat, Brick, der Berserker, Mordecai, der Sniper (mein Favorit), und Lilith, die Sirene. Jeder hat andere Fähigkeiten, die man im Spiel freischalten kann. Man landet in der fiktiven Stadt Arid Badlands, muss durch Quests das Vertrauen der Bewohner gewinnen, seinen eigenen Level erhöhen und eine Kammer suchen. Klingt alles nach einer kurzen Spieldauer, ist es aber nicht. Teilweise sind die Quests echt schwerer, als man glaubt und ein hin- und herlaufen ist garantiert. Aber das ist alles nicht so schlimm, schließlich macht es großen Spaß, neue Ecken zu finden, immer wieder Kisten zu finden, die man vorher gar nicht gesehen hat und die besten Waffen zu suchen. Das alles in der Ego-Perspektive.
Eines der wunderschönen Dinge des Spiels: Es wird nicht darauf geachtet, dass es so real wie möglich aussieht. Es hat einen Comic-Stil, der den Charakter des Spiels wirklich ausmacht, es interessanter gestaltet und liebenswerter macht. Und die vielen verschiedenen Quests machen Laune und es wird nicht langweilig, sie zu erledigen.
Jaja, ich muss zugeben, das hat mich teilweise vom lesen abgelenkt. Aber es hat sich einfach gelohnt! :D
Montag, 17. August 2015
Buchrezension "Wie uns aufräumen und entrümpeln glücklich macht"
Genre: Frauenratgeber
Autor: Madame Missou
Verlag: Madame Missou eBooks & Ratgeber
Format: eBook
Seitenzahl: 50
Kosten: 6,99€
Wieder einmal 45 Minuten dauert es ungefähr, diesen Ratgeber zu lesen. Dabei gibt es viele hilfreiche Tipps, wie man am besten seinen "Müll" wegschmeißen kann, falls man sich dabei schwer tut.
Ja ja, jeder wird jetzt denken, dass es bei mir bestimmt schlimm aussieht und ich deswegen diesen Ratgeber brauchte. Und es stimmt. :D Ich bin zwar nicht die ordentlichste, zugegeben, aber ich schaffe es schon, mein Zimmer ordentlich zu halten. Wenn da nicht meine Schubladen wären, die so voll gestopft sind. :D
Dafür dann den Ratgeber zu lesen ist wirklich hilfreich. Es gibt viele gute Tipps, die man leicht befolgen kann und es wird auch Rücksicht darauf genommen, dass man sich eventuell nicht von den Sachen trennen kann. Aber da wird einem auch geraten, möglichst rigoros zu handeln. Und mit ein bisschen Witz schafft es Madame Missou auch, den Leser davon zu überzeugen, dass es längst überfällig ist, sich von den ganzen alten Sachen zu trennen und Platz für neues zu schaffen.
Mein Tipp: Gute Ideen, super Tipps, kleine Witze machen den Ratgber wirklich lesenswert und helfen hoffentlich dabei, endlich den Gerümpel los zu werden.
(Bildquelle: Madame Missou)
Autor: Madame Missou
Verlag: Madame Missou eBooks & Ratgeber
Format: eBook
Seitenzahl: 50
Kosten: 6,99€
Ja ja, jeder wird jetzt denken, dass es bei mir bestimmt schlimm aussieht und ich deswegen diesen Ratgeber brauchte. Und es stimmt. :D Ich bin zwar nicht die ordentlichste, zugegeben, aber ich schaffe es schon, mein Zimmer ordentlich zu halten. Wenn da nicht meine Schubladen wären, die so voll gestopft sind. :D
Dafür dann den Ratgeber zu lesen ist wirklich hilfreich. Es gibt viele gute Tipps, die man leicht befolgen kann und es wird auch Rücksicht darauf genommen, dass man sich eventuell nicht von den Sachen trennen kann. Aber da wird einem auch geraten, möglichst rigoros zu handeln. Und mit ein bisschen Witz schafft es Madame Missou auch, den Leser davon zu überzeugen, dass es längst überfällig ist, sich von den ganzen alten Sachen zu trennen und Platz für neues zu schaffen.
Mein Tipp: Gute Ideen, super Tipps, kleine Witze machen den Ratgber wirklich lesenswert und helfen hoffentlich dabei, endlich den Gerümpel los zu werden.
(Bildquelle: Madame Missou)
Donnerstag, 13. August 2015
Buchrezension "Traumdeutung - Was Ihre Träume Ihnen verraten"
Genre: Frauenratgber
Autor: Madame Missou
Verlag: Madame Missou eBooks & Ratgeber
Format: eBook
Dateigröße: 700-1000 KB
Kosten: 2,99€/3,99€
45 Minuten soll man brauchen, um etwas mehr um seine Träume zu erfahren und was sie einem alles erzählen können.
Madame Missou will hier nicht jeden Traum und jedes Symbol analysieren, sondern nur einen kleinen Einblick in die Welt der Träume und des "surrealen" geben. Was ihr auch gut gelingt. Sie analysiert die typischsten Symbole, die sehr häufig auftauchen können und die auch fast jeder schon mal hatte.
Viele Symbole haben auch mehrere Bedeutungen, darauf weist sie immer wieder hin bzw. erwähnt diese auch.
Dass es so viele Bedeutungen gibt für jedes Symbol, war mir zwar klar, aber irgendwie habe ich das nicht so ganz genau realisiert. Außerdem wusste ich auch nicht, dass die Albträume (oder Alpträume? Schlimmes Wort) auch eine tiefe Bedeutung haben und viel über sich selbst aussagen. Ich dachte zwar, dass alles irgendwie eineVerarbeitung des Erlebten ist, aber nicht, dass sie so schwerwiegend sein können. Madame Missou bringt alles gut auf den Punkt. Es macht irgendwie Spaß, dem Ratgeber zu lesen. Einfach, um mal zu einführend zu erfahren, was mir meine Psyche alles sagen will.
Mein Tipp: Träume können unseren Alltag bestimmen, finde ich, deshalb ist es immer gut zu wissen, was einem das Unterbewusstein eigentlich sagen will. Aber natürlich kommt es immer daraf an, ob es einen überhaupt interessiert. Ich von meiner Seite kann nur sagen, dass der Ratgeber auf jeden Fall lesenswert ist.
(Bildquelle: Madame Missou)
Autor: Madame Missou
Verlag: Madame Missou eBooks & Ratgeber
Format: eBook
Dateigröße: 700-1000 KB
Kosten: 2,99€/3,99€
45 Minuten soll man brauchen, um etwas mehr um seine Träume zu erfahren und was sie einem alles erzählen können.
Viele Symbole haben auch mehrere Bedeutungen, darauf weist sie immer wieder hin bzw. erwähnt diese auch.
Dass es so viele Bedeutungen gibt für jedes Symbol, war mir zwar klar, aber irgendwie habe ich das nicht so ganz genau realisiert. Außerdem wusste ich auch nicht, dass die Albträume (oder Alpträume? Schlimmes Wort) auch eine tiefe Bedeutung haben und viel über sich selbst aussagen. Ich dachte zwar, dass alles irgendwie eineVerarbeitung des Erlebten ist, aber nicht, dass sie so schwerwiegend sein können. Madame Missou bringt alles gut auf den Punkt. Es macht irgendwie Spaß, dem Ratgeber zu lesen. Einfach, um mal zu einführend zu erfahren, was mir meine Psyche alles sagen will.
Mein Tipp: Träume können unseren Alltag bestimmen, finde ich, deshalb ist es immer gut zu wissen, was einem das Unterbewusstein eigentlich sagen will. Aber natürlich kommt es immer daraf an, ob es einen überhaupt interessiert. Ich von meiner Seite kann nur sagen, dass der Ratgeber auf jeden Fall lesenswert ist.
(Bildquelle: Madame Missou)
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